10 Tipps für den Brautkleid-Kauf

1. Timing

Bevor Ihr zum Termin vorbeikommt, wären Fotos vom möglichen Traumkleid von Vorteil. So kann das Kleid vorab besprochen und ein Preis kalkuliert werden. Wenn Ihr ein geschneidertes Brautkleid kaufen möchtet, solltet Ihr mind. zwei Monate plus etwas Zeit für mögliche Änderungen, die bei Brautkleidern durchaus üblich sind, einplanen. Bei einem vorrätigen Kleid, meist in der Standardgröße 40 verfügbar, kann es sofort gekauft und mitgenommen werden.

2. Keine Hektik

Plant für die Anprobe ausreichend Zeit ein. Wählt einen Tag, an dem Ihr flexibel seid und nicht von Termin zu Termin hetzen müsst.

3. Budget

Wenn Ihr Euer Budget fürs Brautkleid festlegt, vergesst nicht die zusätzlichen Kosten für die Brauaccessoires, wie Schleier, Kopfschmuck, Brautschuhe, Schmuck, Dessous und Handtasche, die schnell mal noch ein paar hundert Euro oben drauf sein können. Außerdem sollte Ihr immer zusätzliche Kosten für Änderungen am Kleid, die fast immer notwendig sind, miteinberechnen.

4. Begleitung

Wen nehmt Ihr zur Anprobe mit? Es sollte jemand sein, der Euch nahe steht und Euch ehrlich seine Meinung sagt. Aufgepasst: Bitte bringt nicht mehr als zwei Berater mit. Zu viele Meinungen könnten eher verwirren als hilfreich sein.

5. Schminke

Erscheint mit nackter Haut, ohne Make-up oder Lippenstift, allenfalls mit einer Tagescreme, damit Ihr keine Flecken auf den weißen Stoff hinterlasst. In einigen Boutiquen werden sogar Handschuhe getragen, da das Kleid sonst nach mehreren Anproben noch einmal gereinigt werden müsste.

6. Schuhe

Für die Anprobe selbst solltet Ihr Pumps in der Absatzhöhe mitnehmen, die Ihr auch bei der Hochzeit tragen möchtet. Das ist ausgesprochen wichtig, um zu sehen, wie der Rock fällt und ob die Saumlänge stimmt (der Saum sollte leicht über dem Boden „schweben“).

7. Unterwäsche

Nicht besonders sexy, aber praktisch: ein weißer oder hautfarbener Slip, eventuell eine hautfarbene Strumpfhose und am besten keinen BH. In vielen Brautkleidern ist ein Bustier eingearbeitet, das perfekt sitzen muss. Wenn nicht: Den passenden BH könnt Ihr ohnehin erst aussuchen, wenn Ihr das definitive Dekolleté kennt. Und keine falsche Scheu, wenn Ihr oben ohne in der Kabine steht: Es ist durchaus üblich, dass beim An- und Auskleiden geholfen wird.

8. Offen für anderes

Schließt von vornherein keine Kleider beim ersten Anblick kategorisch aus. Probiert ruhig A-Linie, Prinzessin, Empire oder Meerjungfrau. Schaut Euch im Spiegel an, welcher Schnitt und welcher Style gut an Euch aussieht und mit welchem Ihr Euch am wohlsten fühlt. Wenn die Verkäuferin Euch ein Kleid zu Eurem Typ empfiehlt, probiert es, selbst wenn es Euch am Bügel hängend gar nicht zusagt. Sehr viele Bräute finden ihr Traumkleid unerwartet, weil sie offen für Kleider waren, an denen sie sonst einfach nur vorbei gegangen wären.

9. Bauchgefühl

Lasst die Beratung nicht zur olympischen Disziplin ausarten. Wenn Euch ein Kleid verzaubert, seid ruhig entscheidungsfreudig und vertraut auf Eurer Bauchgefühl.

10. Der Entscheidungstipp!

Wie stellt Ihr Euch Eure Hochzeitsfotos vor?
Bei der Brautkleid-Anprobe kommt man sich vor wie bei einem Fotoshooting und traut sich plötzlich auch zu, ein völlig extravagantes Kleid zu tragen. Haltet einen Moment inne und überlegt, wie Ihr später auf den Hochzeitsfotos aussehen möchtet. Möchtet Ihr wirklich ein Erinnerungsfoto mit Federn und Rüschen?